Vom Logierhaus zum Café Central

Ab den 1790er Jahren veränderte sich die Kurstadt. Kaiser Franz I. richtete eine „Verbesserungskommission“ bei der k.k. n.ö. Landes-Regierung ein, um Baden tiefgreifend zu modernisieren. Seine Anwesenheit — er kam fast jedes Jahr zur Kur – war ein weiterer Faktor für die rasante Entwicklung. Zusätzlich zum gesellschaftlichen Wandel der Aufklärung, der dank seines Onkels Kaiser Josef II. schon ab 1780 Spuren hinterließ. Die Verbesserungskommission baute breite Boulevards (heute Kaiser Franz Joseph-Ring, Erzherzog Rainer-Ring, Kaiser Franz-Ring), wo schon bald neue Logierhäuser im geschlossenen Verband in die Höhe schossen. Am Hauptplatz steht noch das Palais des Grafen Anton Attems, das bis ins 20. Jahrhundert als Beherbergungsbetrieb diente. Doch die Zeit blieb nicht stehen: 1841 entstand darin ein Kaffeehaus, das heutige Café Central, und ab 1892 wurde aus den mietbaren Zimmern ein komfortables Hotel.

Die Gästeliste ist beeindruckend – Prinz Anton von Sachsen (1814) und die Fürstin von Nariskin, Staatsdame der russischen Kaiserin (1815), wohnten hier ebenso wie Napoleons Sohn, der Herzog von Reichstadt (1828).

damals heute
Damals: Stadtpalais Attems, noch vor dem Umbau zum Kaffeehaus 1841, Radierung von Eduard Gurk aus 1833 © Stadtarchiv Baden
Heute: Aktuelle Aufnahme vom Café Central am Hauptplatz Baden © Spekner
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KURSTADT
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