

„…über meinen Gesundheitszustand lässt sich nicht mit Gewissheit von einer wirklichen Besserung sprechen, ich glaube aber doch, dass durch die Kraft der Bäder das Übel, wenn nicht behoben, doch unterdrückt werden wird…!“
Ludwig van Beethoven, Brief aus Baden an seinen Bruder vom 8. September 1822
Ludwig van Beethoven verbrachte 15 Sommer in Baden. Der berühmte Komponist suchte hier Heilung von seinen zahlreichen Leiden. In den Jahren 1821, 1822 und 1823 bewohnte er das heutige Beethovenhaus, damals „Kupferschmiedhaus“, wo er intensiv an seiner 9. Symphonie arbeitete. Das von ihm gemietete Appartement im ersten Stock begeistert heute mit seiner originalen Farbigkeit, die 2014 im Rahmen der Restaurierung wiederentdeckt wurde, als das „Haus der Neunten“ (seit 1985 auch Haus der Europahymne) in ein modernes Museum mit einzigartigem Hörlabor umgewandelt wurde.
Zu Beethovens Zeiten lag vor dem Haus noch ein wunderschöner Garten, der nach seinem Gründer, dem Badener Kupferschmied Joseph Aberer benannt war.
Im 18. Jahrhunderts legte der Kupferschmied Joseph Aberer einen Vergnügungspark in seinem Garten an. Aberer war eine schillernde Persönlichkeit. In jungen Jahren Enfant Terrible, wurde er alt, ehrbar und langjähriges Mitglied des Rates. Seine Schmiedekünste waren berühmt. Die spritzenden Pfeifen, drehenden Wasserkünste und zahlreiche andere Unterhaltungen zogen das Publikum an. Kaiserin Maria Theresia besuchten den Garten im Jahr 1747, und ihr Sohn Kronprinz Josef fünf Jahre später. Der Kupferschmiedgarten wurde 1802 zum letzten Mal unter den Sehenswürdigkeiten Badens aufgezählt. 1997 suchte man im Zuge archäologischer Ausgrabungen vergeblich nach Überresten.
Heute befindet sich dort ein Wohnblock mit Geschäften und Genusslokalen.
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