

„Am 1. Oktober fallen den Badenern die Gäste wie Steine von den Herzen. Das Beste, was sie an ihnen lieben, haben sie dagelassen: Die Groschen und Gulden.“
Moritz Saphir, „Badner Kipfel“ in Der Humorist vom 6. Oktober 1857
Um die Stadt weiter zu entwickeln, legte die Verbesserungskommission der k.k. n.ö. Landes-Regierung eine neue Straße zwischen Stadt und Kurpark an, die den Stadtgraben ersetzte. Die Weingärten an der Nordseite dieser „Parkstraße“ (heute Kaiser Franz-Ring) wurden 1818 bis 1821 verbaut. Die Lage war hervorragend – unmittelbar neben dem Kurpark, dem Zentrum des Kurlebens. Wen wundert es da, dass diese Häuser als Fremdenpensionen dienten? Das größte und repräsentativste Logierhaus errichtete Anton Graf Aichelburg. Die seitlichen und rückwärtigen Holzveranden unterstreichen bis heute die bemerkenswerte Symmetrie des Baukörpers. Der kunstvolle Innenhof mit den offenen Laufgängen (Pawlatschen) zu den Gästequartieren ist der letzte erhaltene dieser Art in Baden und ein wichtiges Zeitdokument.
Hier starb nicht nur ein wichtiger Mäzen Beethovens, der Erzbischof von Olmütz Erzherzog Rudolph, sondern auch der Satiriker Moritz Saphir, der die Kurstadt in seiner humoristischen Kolumne „Badner Kipfel“ verewigte.
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