

Die polnische Gräfin Marcellina Worcell kam regelmäßig aus Lemberg zur Kur. Anfangs mietete sie ein Zimmer, bis Stadtbaumeister Anton Hantl nach Plänen von Erzherzog Alberts Bibliothekar, Francois Lefevre, „ein schönes Haus für die Frau Gräfin Wur(t)zel“ baute. Man beachte die unterschiedliche Schreibweise: Handelt es sich um zwei verschiedene Damen, oder um zwei Namen für dieselbe Person? Das Rätsel lässt sich durch einen Blick zurück lösen: Früher schrieb man nach Gehör. Ein fremdes Wort wurde eingedeutscht. Und schon verwandelt sich das unausprechliche „Worcell“ in ein bodenständiges „Wur(t)zel“. Architektonisch ist ihr Haus ein spannender Sonderfall. Es ist weder ein freistehendes „Landhaus“ – die Einbettung in die Landschaft fehlt – noch ist es eine richtige Villa, denn die Ähnlichkeit zum Stadtpalais überwiegt.
Der westliche Seitentrakt ergab einst mit dem später aufgestockten östlichen Seitentrakt und dem gartenseitigen Polygon des Haupttrakts ein harmonisches Ganzes. Leider wurde er abgebrochen.
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