

Das Florastöckl wurde vom französischen Star-Architekten Charles Moreau erbaut und beherbergte berühmte Kinder und Enkel von Kaiser Franz II./I. – insbesondere Erzherzog Franz Carl mit seinem Sohn, dem späteren Kaiser Franz Joseph. Erzherzogin Marie Luise, die Gemahlin Napoleons I. und Kaiserin der Franzosen, wohnte mit ihrem Sohn ebenfalls hier. Moreau brachte den französischen Klassizismus nach Österreich. Seine Architektur ist repräsentativ, trotz ihrer rationalen Strenge. Inspiriert durch den sozialen und wirtschaftlichen Umbruch der Aufklärung verzichtet das Florastöckl auf den höfischen Prunk des Barock. Der Baukörper wirkt durch seine Geschlossenheit und Volumen. Namenspatronin war Flora, die römische Göttin der Blüte.
Moreau kam auf Einladung von Fürst Nikolaus II. Esterházy in die Kurstadt: Er adaptierte dessen Badener Stadthaus (heute Kaiserhaus), erbaute passende Stallungen (heute Feuerwehrhaus Stadt Baden) und entwarf sogar das kaiserliche Badehaus (Frauenbad, heute Arnulf Rainer Museum).
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