

Die Liegenschaften Marchetstraße 3 und 5 gehörten jahrhundertelang zur Grundherrschaft Mariazellerhof. Ritter Leopold von Liebenberg kaufte 1834 die beiden Häuser und beauftragte den Wiener Architekten Joseph Kornhäusel, diese zu vereinen. Das ging relativ schnell, weshalb die „Allgemeine Theaterzeitung“ vom 13. September 1834 lobte, Kornhäusel hätte „ein neues Haus gleichsam hervorgezaubert“. Aufgrund seines deutlich sichtbaren Stils könnte man fälschlicherweise annehmen, er sei der Erbauer gewesen, dabei wurden die bereits bestehenden Gebäude nur von ihm adaptiert. Die neue Eigentümerin, Baronin Franziska von Besán, stockte das Nebengebäude (heute Marchetstraße 5) mit Salon und Bibliothek auf, und verwandelte die einstige Privatvilla in einen Beherbergungsbetrieb. Das Führen eines Gästehauses gehörte zu den wenigen Gewerben, die eine Dame der Gesellschaft ohne Verlust ihres Ansehens ausüben konnte.
Beim Umbau Ende des 19. Jahrhunderts sollte die Holzpawlatsche eigentlich einer Eisenkonstruktion weichen. Tatsächlich wurde sie jedoch durch die steinernen Säulen ersetzt, die wir heute sehen.
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Google Maps. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr Informationen