

Nur drei Wochen konnte Carl Graf Esterházy sein repräsentatives Stadtpalais genießen. Denn um Kosten und Zeit zu sparen, war das Dach mit Schindeln und nicht mit Ziegeln gedeckt worden, entgegen den Bauvorschriften des Badener Magistrats. Kurz nach dem Einzug im Jahr 1812 wütete der Stadtbrand und zerstörte den hölzernen Dachstuhl und das Obergeschoss. Die Überreste verkaufte der Graf an den Kaufmann Joseph Perger. Architekt Joseph Kornhäusel lieferte auch für den Neubau die Pläne: Den Eingang verlegte er diesmal freilich auf den Theaterplatz, wo seit kurzer Zeit das von ihm neu entworfene Theater stand.
Der Name „Palais Esterházy“ blieb dem Haus, das Perger an wohlhabende Kurgäste vermietete. Er selber wohnte weiterhin in der Gutenbrunnerstraße 1, ebenfalls ein Kornhäuselbau.
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