

„Ich besah das Gebäude das wir bewohnen sollen, und muss dir offenherzig gestehen, dass ich es sowohl unbewohnbar für heuer als unfähig einer zweckmäßigen Verbesserung befinde.“
Brief von Maria Ludovica an ihren kaiserlichen Gemahl vom 11. Juni 1813
Der leidenschaftliche Kunstsammler Fürst Nikolaus II. Esterházy lernte Charles Moreau in Paris kennen und überzeugte den angesagten Architekten, für ihn zu arbeiten. Ab 1808 modernisierte Moreau das Badener Stadthaus des Fürsten. Kaiser Franz I. verliebte sich in das kompakte aber exquisite Palais, Ehefrau Maria Ludovica jedoch kritisierte die Provinzialität und Bürgerlichkeit der Räumlichkeiten. Der sparsame Kaiser strich die Wände neu, kaufte das Haus und zog trotzdem ein. Während des Ersten Weltkriegs war hier das Oberkommando von Kaiser Karl untergebracht. Das „Kaiserhaus“ ist seit 2008 im Eigentum der Stadt Baden und wurde weitgehend revitalisiert.
Bemerkenswert ist die dreigeschoßige, frühklassizistische (spätjosephinische) Fassade; der Architekt ist unbekannt, wird jedoch meist Charles Moreau zugeschrieben.
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