Militärsanatorium und gepflegte Küche

Im 18. Jahrhundert entwickelte der Stadtkoch Dominik Dörffel das kleine „Sannt Pedterspadt“ in der Herrschaft Rauhenstein zu einem großzügigen Badehotel, das den Betrieben innerhalb der landesfürstlichen Stadt Baden Konkurrenz machte. 1796 erwarb Kaiser Franz II. (I.) das Bad und richtete ein Militärbadehaus ein.

1818–1821 wurde der barocke Bau weitgehend abgetragen und neu errichtet. Im Laufe des 19. Jahrhunderts entwickelte sich der Peterhof durch die vielen Kurgäste zu einem wichtigen Wirtschaftsfaktor; Offiziere der k.u.k. Armee kamen nach Krankheiten oder Verwundungen zur Kur, nutzten die Schwefelbäder zur Genesung und schätzten die gute Küche des Hauses. Nach dem Ende der Monarchie wurde die Anlage ab 1919 gemeinsam mit dem Sauerhof als staatliches Mittelstandssanatorium genutzt. 1964 wurde der Bau im Zuge einer Straßenverlegung abgetragen; 1972 entstand an seiner Stelle ein Neubau der heutigen Österreichischen Gesundheitskasse.

Quelle: Peterhofquelle

Die Stadtgemeinde Baden erwarb die Peterhofquelle 1972.

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