

Die Aufklärung legte den Grundstein zu einem tiefgreifenden gesellschaftlichen Wandel. Grundherrschaften waren nicht länger für Sozialhilfe zuständig und stellten ihre Armutsvorsorge ein. Um das Vakuum zu füllen, richtete Kaiser Franz II./I. ein Wohltätigkeitshaus für „wahrhaft arme Badebedürftige“ im ehemaligen Mariazellerhof ein, der seit Aufhebung des Benediktinerstifts Klein-Mariazell (1782) Teil des staatlichen Religionsfonds war. Dank der stiftseigenen Thermalquelle konnten die Armen hier das Schwefelwasser genießen. 1825 wurde die Kuranstalt auf 160 Krankenzimmer sowie zwei Spezialräume erweitert. Das Badegebäude wurde 1943 abgebrochen. Seit 2005 ist die Stiftung mit Thermalquelle ins Kurhotel Badener Hof integriert und bietet Kurplätze für einkommensschwache Kurgäste, wie schon zur Zeit ihrer Gründung.
Quelle: Mariazellerhofquelle
Nach der Aufhebung des Klosters war bereits eine Versteigerung angekündigt und in den Zeitungen veröffentlicht. Durch das Eingreifen des Kaisers wurde sie jedoch gestoppt. Pläne aus dem Jahr 1799 im Stadtarchiv zeigen ein bürgerliches Sanierungsprojekt, das nie umgesetzt wurde.
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