

Die Badener Schwefelquellen werden seit Menschengedenken zur Linderung zahlreicher Leiden genutzt. Derzeit gibt es 14 aktive Thermalquellen und zwei Bohrungen am Josefsplatz. Die Ursprungsquelle entspringt als einzige in einer Quellhöhle im Felsen des Kalvarienbergs. Alle anderen Quellen sickerten durch den Schwemmkörper der Schwechat an die Oberfläche. Heute sind sie direkt an den unterirdischen Klüften gefasst.
Ein enger Gang führt sechs Meter unter der Erde zur Ursprungsquelle, die unterhalb der Bühne der Sommerarena liegt. Das künstliche Steingewölbe geht auf den ersten Ausbau im Jahr 1764 zurück und ersetzte die natürliche Felsengrotte, die einsturzgefährdet war. Der jetzige Zustand stammt aus den 1920er Jahren.
Schon im 1. Jahrhundert n. Chr. nutzten die Römer das heiße Schwefelwasser der Ursprungsquelle, daher wird sie heute auch Römerquelle genannt. Im 18. Jahrhundert hieß sie „Kessel“.
In der Ursprungsquelle selbst wurde nie gebadet – das war auch nicht nötig, denn schon früh entstand daneben ein eigenes Bad. 1796 ließ Stadtbaumeister Anton Hantl im Auftrag von Kaiser Franz II./I. ein Badehaus errichten. 1908 wurde es wegen des steigenden Thermalwasserbedarfs des neuen Hotels Herzoghof geschlossen und später abgetragen. Die anschließende Brunnenhalle bestand bis zum Neubau der Trinkhalle im Jahr 1927. Ein Teil des alten Ursprungsbades, die Nordmauer, ist bis heute erhalten – wer genau hinsieht, entdeckt sie links beim Gang zur Ursprungsquelle.
Quelle: Ursprungsquelle
Napoleon I. machte 1809 während seines Feldzugs in Baden Halt – und soll dabei das Schwefelwasser der Ursprungsquelle probiert haben.
Über dem Portal am Kaiser Franz-Ring 8 breitet ein schwarzer Doppeladler seine Flügel aus – ein stilles Zeichen des einstigen Theresienbads. Die barocke Badeanlage wurde 1755 mit Unterstützung von Kaiserin Maria Theresia errichtet, die 1.000 Dukaten stiftete – unter der Bedingung, dass das Bad vor allem verwundeten Offizieren zugutekam. Ursprünglich im Theresiengarten (heute Kurpark) südlich des Ursprungsbads gelegen, musste es 1885 dem neuen Kurhaus (heute Casino) weichen und wurde an den Kaiser Franz-Ring verlegt. Der historische Baukörper blieb erhalten und ist bis heute im Wohnhaus integriert.
Quelle: Ursprungsquelle
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