

„Die Armen und Bettler haben auch noch ein Bade, das etwas kühler ist als andere, und dieses, wie es scheint … wegen dem so barbarisch- und wilderbauten Badstalle. Denn da sieht man eine elende mit lauter hölzernen, liederlich ohne einigen Stein zusammengefügten Balken und Brettern … bedeckte Hütte hervorragen, die in der Mitte ebenfalls durch einige ebenso liederliche und nachlässig aufeinander gelegte Bretter abgetheilet ist …“
Zugige Badehütten Heinrich Crantz, Gesundbrunnen der Österreichischen Monarchie, 1777
Das Bettlerbad (Ferdinandsbad) bestand aus einer einfachen Grube im Schwechat-Flussbett, die sich von selbst mit Schwefelwasser füllte. Die ärmlichen Holzhütten des Johannesbades standen gleich daneben. Im Jahr 1777 verwies der niederösterreichische Regierungsrat der k.k. Akademie, der Naturforscher Heinrich von Crantz, in seiner Beschreibung der Gesundbrunnen der österreichischen Monarchie auf die katastrophalen Zustände der Armenbäder in Baden: Hier wurden Badende ja kränker als zuvor! Im 19. Jahrhundert wurden die Quellen neu gefasst und bekamen modernere Badehäuser. Das ehemalige „Flussbad“ hieß ab nun Ferdinandsbad. 1903 wurden die beiden Bäder vereint und dienen derzeit Badens Kreativen als Theater am Steg.
Quellen: Ferdinandsquelle und Johannesquelle (bereits 1406 erwähnt)
Arme Badebedürftige mussten dem Bademeister ein ärztliches Attest und eine Kostenübernahme-Bestätigung ihrer Grundherrschaft vorlegen.
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