

Musik und Kur gehörten zusammen. In der Leichtigkeit des Sommers wollten die Gäste freilich keine schwere Kost, weder kulinarisch, noch musikalisch. Operettenkaiser Franz Lanner und Walzerkönig Johann Strauss spielten auf der Hauswiese, und die Darbietungen mit großem Orchester im Schloss Gutenbrunn waren berühmt. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts konzentrierte man das Angebot in den Kurpark. Neben der Sommerarena wurde der Musikpavillon zum zentralen Spielort. Berühmte Kapellmeister wie Carl Ziehrer und Karl Komzák dirigierten. Franz Lehár wurde von den Stadtvätern übrigens abgelehnt: zu jung, zu unerfahren. Noch heute gibt es regelmäßig Kurkonzerte.
1894 wurde an der Stelle des ersten Musikpavillons der heutige errichtet.
Gemeinsam mit dem Bundesdenkmalamt und dem Land Niederösterreich hat die Stadtgemeinde dieses Juwel des UNESCO-Welterbes im Jahr 2022 originalgetreu saniert. Dabei wurden versenkbare Hebefenster entdeckt und instandgesetzt. Sie sind nun wieder voll funktionstüchtig und damals wie heute eine echte Rarität und technische Meisterleistung.
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