Fassaden-Disput

Während des Stadtbrandes am 26. Juli 1812 stand das Rathaus in Flammen. Das Blei der Glasfenster verflüssigte sich. Der Turm wurde zum lodernden Kamin und stürzte in sich zusammen.

Die Oberbaudirektion im Kreisamt Traiskirchen schickte Pläne für einen sparsamen Neubau, doch die Stadtväter lehnten die Entwürfe ab. Erst als der erste Hofarchitekt Johann Aman, der auch die Wiener Hofburg restaurierte und umgestaltete, im Auftrag seines Gönners Kaiser Franz II./I. neue Ideen zur Fassadengestaltung vorlegte, konnte Stadtbaumeister Anton Hantl zu bauen beginnen. Ende des 19. Jahrhunderts wurde das Rathaus in Richtung Rathausgasse erweitert und vereint mit seiner klassizistischen Fassade bis heute die Liegenschaften Hauptplatz 1 und 2 sowie Rathausgasse 2, 4 und 6.

Das Rathaus platzte aus allen Nähten: Über ein Jahrhundert lang waren hier auch Bezirksgericht und Polizei untergebracht.

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